Crema
Crema ist der dichte, haselnussfarbene Schaum, der sich auf einem richtig gezogenen Espresso ganz von selbst bildet. Sie entsteht während der Extraktion unter hohem Druck — also dabei, wenn das Wasser die Aromen aus dem Kaffeemehl löst —, weil eingeschlossenes Kohlendioxid mit den natürlichen Kaffeeölen emulgiert. Sie sieht zwar großartig aus und gilt als Erkennungszeichen eines frischen Espresso, für sich genommen schmeckt Crema aber ziemlich bitter und pudrig. Wenn du die Tasse vor dem Trinken umrührst, mischt sich diese obere Schicht wieder in die Flüssigkeit und das sensorische Profil — also die ganze Bandbreite an Aromen und Düften — wird deutlich ausgewogener. Am Aussehen der Crema lassen sich technische Fehler eines Barista sofort ablesen, und sie verrät auch, ob die Bohnen zu lange im Regal gelegen und ihre Frische verloren haben.
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